Mit der Synchronisationsfunktion können Sie bestehende E-Mails von einem externen IMAP-Postfach in eine Mailbox auf dem Fairgate-Mailserver übertragen. Die Funktion eignet sich sowohl für eine einmalige Migration als auch für eine wiederkehrende Synchronisation während einer Umstellungsphase.
1. Als Domain-Administrator anmelden
Öffnen Sie die Mailserver-Administration unter:
Melden Sie sich dort mit Ihrem Domain-Administrator-Konto an.
2. Synchronisation öffnen
Navigieren Sie im oberen Menü zum Punkt «Synchronisationen».
Hier sehen Sie bereits eingerichtete Sync-Jobs sowie deren Status und letzte Ausführung.
Klicken Sie auf «+ Neuen Sync-Job erstellen».
3. Sync-Job einrichten
Im Fenster «Sync-Job hinzufügen» konfigurieren Sie die Verbindung zum bisherigen Mailserver und legen fest, in welches Fairgate-Postfach die E-Mails übertragen werden sollen.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Benutzername | Wählen Sie das Fairgate-Postfach aus, in welches die E-Mails übertragen werden sollen. Dies ist das Zielpostfach. |
| Host | Hostname des bisherigen IMAP-Mailservers. Diesen erhalten Sie von Ihrem bisherigen E-Mail-Anbieter. |
| Port | IMAP-Port des bisherigen Mailservers. Verwenden Sie die Angaben Ihres bisherigen Anbieters. |
| Benutzername | Benutzername des bisherigen Postfachs. Häufig entspricht dieser der vollständigen E-Mail-Adresse. |
| Passwort | Passwort des bisherigen Postfachs. |
| Verschlüsselung | Wählen Sie die vom bisherigen Mailanbieter vorgegebene Verschlüsselungsmethode. |
| Abrufintervall (Minuten) | Bestimmt, in welchem Abstand der Sync-Job erneut ausgeführt wird. Damit können neue Nachrichten während einer Umstellungsphase regelmässig nachgezogen werden. |
| Ziel-Ordner | Optional kann ein Zielordner angegeben werden. Bleibt das Feld leer, werden die synchronisierten Ordner direkt im Zielpostfach angelegt. |
| Maximales Alter in Tagen einer Nachricht, die kopiert werden soll | Begrenzt die Synchronisation auf Nachrichten eines bestimmten Alters. 0 bedeutet, dass alle Nachrichten unabhängig von ihrem Alter berücksichtigt werden. |
| Max. Übertragungsrate in Bytes/s | Begrenzt bei Bedarf die Übertragungsgeschwindigkeit. 0 bedeutet keine Begrenzung. |
| Timeout für Verbindung zum Remote-Host | Zeitlimit für die Verbindung zum bisherigen Mailserver. Der voreingestellte Wert kann normalerweise beibehalten werden. |
| Timeout für Verbindung zum lokalen Host | Zeitlimit für die Verbindung zum Fairgate-Mailserver. Der voreingestellte Wert kann normalerweise beibehalten werden. |
| Elemente ausschliessen (Regex) | Hier können bestimmte Ordner von der Synchronisation ausgeschlossen werden. Im gezeigten Beispiel werden Ordner mit spam oder junk ausgeschlossen. |
| Eigene Parameter | Ermöglicht zusätzliche technische Parameter. Dieses Feld sollte nur verwendet werden, wenn die entsprechenden Parameter bekannt sind oder vom Support vorgegeben wurden. |
Lösche Duplikate im Ziel (--delete2duplicates) | Entfernt doppelt vorhandene Nachrichten im Zielpostfach. |
Lösche Nachricht nach Übertragung vom Quell-Server (--delete1) | Löscht eine Nachricht nach erfolgreicher Übertragung aus dem bisherigen Postfach. Diese Option nur aktivieren, wenn das Löschen auf dem Quellserver ausdrücklich gewünscht ist. |
Lösche Nachrichten vom Ziel-Server, die nicht auf dem Quell-Server vorhanden sind (--delete2) | Löscht Nachrichten aus dem Zielpostfach, wenn sie auf dem Quellserver nicht vorhanden sind. Diese Option sollte nur gezielt eingesetzt werden. |
Ordner automatisch mappen (--automap) | Ordnet bekannte Ordner wie «Sent», «Sent Items» oder ähnliche Ordner automatisch den entsprechenden Zielordnern zu. |
Duplikate auch über Ordner hinweg überspringen (--skipcrossduplicates) | Verhindert, dass identische Nachrichten mehrfach übernommen werden, wenn sie in verschiedenen Ordnern vorhanden sind. |
Alle synchronisierten Ordner abonnieren (--subscribeall) | Sorgt dafür, dass synchronisierte Ordner im Zielpostfach automatisch abonniert werden. |
Synchronisation simulieren (--dry) | Führt einen Testlauf durch, ohne die eigentliche Synchronisation oder Löschaktionen auszuführen. Diese Option sollte bei einem neuen Sync-Job immer zuerst aktiviert werden. |
| Aktiv | Aktiviert den Sync-Job. |
4. Wichtig: Immer zuerst einen Dry Run durchführen
Bevor Sie die eigentliche Synchronisation starten, aktivieren Sie immer die Option «Synchronisation simulieren (--dry)».
Die Synchronisationsfunktion bietet auch Möglichkeiten, Nachrichten im Quell- oder Zielpostfach zu löschen. Mit dem Dry Run können Sie deshalb zuerst prüfen, ob die Verbindung funktioniert und welche Aktionen der Sync-Job ausführen würde, ohne Änderungen an den Postfächern vorzunehmen.
Erstellen Sie den Sync-Job zunächst mit aktiviertem Dry Run und kontrollieren Sie anschliessend in der Übersicht das Ausführungsergebnis und das Log.
Prüfen Sie insbesondere, ob das richtige Quell- und Zielpostfach verwendet wird, die gewünschten Ordner berücksichtigt werden und keine unerwünschten Löschoptionen aktiviert sind.
⚠️Erst wenn der Dry Run erfolgreich durchgeführt und das Ergebnis geprüft wurde, deaktivieren Sie «Synchronisation simulieren (
--dry)» und starten die tatsächliche Synchronisation.
Nach Abschluss der Migration empfiehlt es sich, das Zielpostfach nochmals zu kontrollieren und den Sync-Job anschliessend zu deaktivieren oder zu entfernen.